HiWelt unterstützt “Initiative Gedenkort Erfurt”

Veröffentlicht in: Blog | 0

Der NSU und die Bestrebungen um ein Gedenken an die Opfer heute

Aus rassistischen Motiven ermordete das neonazistische Netzwerk “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) zehn Menschen und verletzte viele Weitere zwischen den Jahren 2000 und 2007. Daraufhin beschloss der Thüringer Landtag im September 2017 die Errichtung einer Gedenkstätte in Thüringen. Zwar befindet sich in Thüringen kein Tatort des NSU. Doch zu Recht wurde vom Thüringer Landtag festgestellt, dass die Errichtung einer Stätte der Erinnerung und Mahnung für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds in Thüringen notwendig ist, schließlich trägt der Freistaat Thüringen eine besondere Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds.

Die Stadt Erfurt entschied sich für den Beethovenplatz (im Vordergurnd des Bildes) als Gedenkort. Er befindet sich neben dem Thüringer Landtag (im Hintergrund des Bildes) sowie in der Nähe des Steigerwaldstations (ebenso im Hintergrund sichtbar) Bildrechte: Thomas Künne, GoogleMaps

Wie steht es um das Verfahren für einen Gedenkort

Als Errichtungsort entschied sich die Stadt Erfurt gegen den Hirschgarten im Stadtzentrum und für den Beethovenplatz in der Nähe des Landtages. Im August 2021 wurde ein Wettbewerb für die Gestaltung der Gedenkstätte ausgelobt. Die besten zwanzig Einreichungen von Architekt*innen und Künstler*innen sollten ab September 2021 ausgewählt und öffentlich vorgestellt werden. Aktuell ist nicht bekannt, was der offizielle Stand des Verfahrens ist. Auf diesen Umstand macht insbesondere die Initiative Gedenkort Erfurt aufmerksam. Die Forderung ihres offenen Briefes lautet: Die Öffentlichkeit ist zeitnah über den aktuellen Stand zu informieren.

Die Stadt Erfurt entschied sich gegen den Hirschgarten im Stadtzentrum als einen Gedenkort. Die Staatskanzlei, vorne rechts im Bild, grenzt unmittelbar an den Hirschgarten an. Bildrechte: ringelbear auf Pixabay

Forderungen des offenen Briefs

Der offene Brief möchte nicht nur den Entscheidungsprozess transparent kommuniziert sehen, sondern möchte überhaupt Aufmerksamkeit auf den Erinnerungs- und Mahnort lenken, schließlich ist davon wenig die Rede in der Öffentlichkeit. Ferner wünschen sich die Verfasser*innen des offenen Briefes, dass sich die Gedenkstätte würdig den Opfern des NSU gedenkt, sich (selbst-)kritisch mit dem Staatsversagen und Thüringens Verantwortung auseinandersetzt, Rassismus klar benennt und zur politischen Bildung in Thüringen beiträgt.

HiWelt unterstützt den Offenen Brief der Initiative Gedenkort Erfurt!

Die Forderungen der Initiative Gedenkort Erfurt sowie den offene Brief an Staatssekretärin für Kultur, Frau Tina Berr, finden Sie auf initiativegedenkorterfurt.wordpress.com.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.